Petropawlowsk-Kamtschatski – Nach dem massenhaften Tiersterben an der Küste der Halbinsel Kamtschatka im Fernen Osten Russlands suchen die Behörden weiter nach den Gründen. Eine Version sei, dass giftige Substanzen ins Wasser gelangt seien, sagte der Gouverneur der Region, Wladimir Solodow. „Was genau, das müssen wir jetzt herausfinden – auch ob diese Version überhaupt stimmt.“ Es könnten genauso gut natürliche Phänomene wie Algen oder Vulkane dafür verantwortlich sein. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden haben sich mindestens neun Menschen mit Beschwerden an Ärzte gewandt. Die hätten von Rötungen und einem Schleier vor Augen berichtet. Die Mediziner hätten Verätzungen der Hornhaut ersten Grades diagnostiziert. Bereits vor drei Wochen hatten Surfer an der Küste vor Kamtschatka über Augenschmerzen, kurzfristigen Sehverlust, Erbrechen und Husten geklagt. In der vergangenen Woche waren dann hunderte tote Meerestiere an die Strände gespült worden.