„Cyberbunker“-Prozess

von Redaktion

249 000 Straftaten werden verhandelt

Trier – In Trier hat am Montag einer der bundesweit größten Cybercrime-Prozesse begonnen: Acht Tatverdächtige sollen über Jahre hinweg in einem alten Bunker an der Mosel ein illegales Rechenzentrum für kriminelle Geschäfte im Darknet betrieben haben. Die Anklage wirft der mutmaßlichen Bande Beihilfe zu mehr als 249 000 Straftaten vor: Vor allem millionenschwere Drogendeals, aber auch Cyberangriffe und Falschgeldgeschäfte sollen über die Server im „Cyberbunker“ gelaufen sein. Die unterirdische Anlage in Traben-Trarbach war vor gut einem Jahr in einer großen Aktion mit hunderten Polizisten nach fünfjährigen Ermittlungen ausgehoben worden. Angeklagt sind vier Niederländer, drei Deutsche und ein Bulgare. Sie sollen in wechselnder Beteiligung die illegalen Webseiten gehostet haben und dadurch Beihilfe zu den von ihren Kunden begangenen Straftaten geleistet haben.

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