Marburg – Weil sie wiederholt schweres Material auf Bahngleise sowie Feuer gelegt haben, sind drei Männer zu Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Marburg sah es als erwiesen an, dass die Angeklagten in mehreren Fällen Hindernisse wie Betonplatten oder Holzstämme auf eine Bahnstrecke gelegt hatten. Bei der Kollision mit den Gegenständen wurden Züge beschädigt, sie entgleisten aber nicht. Verletzt wurde niemand. Die Angeklagten zündeten zudem mehrere Grill- oder Schutzhütten an. Der Sachschaden liegt im sechsstelligen Bereich.
Die Richter verhängten Haftstrafen zwischen zehn und viereinhalb Jahren. Verurteilt wurden die drei 27 bis 51 Jahre alten Männer wegen schweren gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr sowie Brandstiftung. Ursprünglich waren die im Wesentlichen geständigen Angeklagten auch wegen versuchten Mordes angeklagt.