Was geschah mit Karl-Erivan Haub?

von Redaktion

Antrag auf Todeserklärung überraschend zurückgezogen

Essen – Tengelmann-Miteigentümer Georg Haub hat überraschend seinen Antrag auf Todeserklärung seines verschollenen Bruders Karl-Erivan Haub zurückgezogen. Das bestätigte das Amtsgericht Köln der in Essen erscheinenden „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Das Verfahren zur Todeserklärung geht dem Sprecher zufolge aber dennoch weiter. „Die Anträge von Christian Haub und der Unternehmensgruppe Tengelmann werden aufrechterhalten“, sagte Amtsrichter Maurits Steinebach. Zu den Gründen für den Rückzieher von Georg Haub wollte sich der Sprecher nicht äußern. Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub gilt seit dem 7. April 2018 als verschollen, nachdem er von einer Bergtour nicht zurückgekehrt war. Gegen den Willen seiner Familie hatten die Brüder und der Mülheimer Handelskonzern im Oktober 2020 Anträge auf Todeserklärung gestellt. Sollte Karl-Erivan Haub für tot erklärt werden, erben seine Kinder Viktoria und Erivan dessen Anteile an der Tengelmann-Gruppe und müssten bis zu 450 Millionen Euro Erbschaftssteuer zahlen.

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