Das britische Unterhaus in London hat am Mittwoch mit einer Schweigeminute des nach einer Coronavirus-Infektion gestorbenen Rekordspendensammlers Tom Moore gedacht. Der 100 Jahre alte Veteran aus dem Zweiten Weltkrieg hatte im vergangenen Jahr mit einem Spendenlauf am Rollator Millionen für den britischen Gesundheitsdienst gesammelt. Seine Würde und Entschlossenheit hätten die Stimmung der Nation in der schwierigsten Zeit wiedergegeben, sagte der Vorsitzende des Unterhauses, Lindsay Hoyle. Er fügte hinzu: „Er verkörperte unsere besten Werte.“ Premierminister Boris Johnson rief die Menschen in Großbritannien auf, Tom Moore am Abend von ihrem Zuhause aus zu applaudieren.
Grünen-Chef Robert Habeck hat seine Entscheidung verteidigt, nach seinem Twitter-Rückzug vor zwei Jahren nicht zu dem sozialen Netzwerk zurückgekehrt zu sein. „Das war eine der weisesten Entscheidungen, die ich in meinem Leben getroffen habe, da rauszugehen“, sagte Habeck in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ am Dienstagabend. Das solle auch so bleiben. „Es ist ein freies Land, jeder kann bei Twitter sein, wie er will. Aber, meiner Ansicht nach gibt es keine Pflicht für Politiker, da zu sein.“ Twitter sei nicht das Medium, in dem er seine Argumente so vortragen könne, wie er das wolle. Der Diskurs werde dort nicht so geführt, wie er ihn politisch für notwendig halte. Habeck hatte sich Anfang 2019 von Twitter und Facebook verabschiedet.
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat in der eigenen Familie die großen Probleme bei der Buchung eines Corona-Impftermins für Senioren über 80 Jahre erfahren. „Ich habe in meiner eigenen Familie drei Omas: 90, 93 und 96“, sagte Bouffier im hessischen Landtag in Wiesbaden. „Und meine Frau hat zwei Tage am Telefon verbracht, um überhaupt eine Registrierung hinzubekommen.“ Wegen des großen Ansturms auf die Impftermine für die über 80-Jährigen war es in Hessen zu großen technischen Problemen und langen Wartezeiten bei der Buchung über das Internet und die Telefon-Hotline gekommen.