Minneapolis – Im Strafprozess um den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd haben Zeugen schockierende Eindrücke vom Tatort geschildert. Der Sanitäter Derek Smith sagte vor dem Gericht in Minneapolis, beim Eintreffen der Rettungskräfte sei Floyd bereits „verstorben“ gewesen, der angeklagte weiße Polizist Derek Chauvin habe zu diesem Zeitpunkt aber noch sein Knie auf Floyds Nacken gehabt. Smith sagte, er habe nach der Ankunft am Tatort „keinen (Puls) gespürt“. Im Rettungswagen hätten er und sein Kollege Seth Bravinder versucht, Floyd mit einer Herzdruckmassage sowie einem Defibrillator wiederzubeleben – ohne Erfolg. Floyds Freundin Ross räumte unterdessen ihre gemeinsame Abhängigkeit von starken Schmerzmitteln ein. Es handle sich um die „klassische Geschichte von Menschen, die abhängig werden, weil sie unter chronischen Schmerzen leiden“, so die 45-Jährige.