Johannesburg – Südafrika sagt der umstrittenen Löwen-Zuchtindustrie im Land den Kampf an. Nachdem Umweltministerin Barbara Creecy entsprechende Empfehlungen für einen Stopp des millionenschweren Geschäfts mit der Zucht von Löwen in Gefangenschaft angekündigt hat, gibt es Beifall von Tierschützern. „Dies bedeutet auch das Ende von ,Kuschel-Selfies‘ von Touristen mit Löwenbabys“, schrieb die Tierschutzorganisation Humane Society International-Africa in einer Erklärung. Nach ihren Schätzungen werden in Südafrika landesweit knapp 11 000 in Gefangenschaft gezüchtete Löwen auf über 260 Löwenfarmen gehalten. „Diese Entscheidung ist ein großer Erfolg für die südafrikanischen Löwen“, betont HSI-Afrika-Direktorin Audrey Delsink. Die Raubtiere würden von der Geburt bis zum Tod kommerziell verwertet.