Santiago de Chile – Chiles Präsident Sebastián Piñera hat passend zum Muttertag ein neues Namensgesetz in dem südamerikanischen Land verabschiedet. Das Gesetz erlaubt nun ausdrücklich, dass die Reihenfolge der Nachnamen eines Kindes mit Zustimmung der Eltern frei gewählt werden kann, wie die chilenische Zeitung „La Tercera“ am Sonntag (Ortszeit) berichtete.
Bislang war es in weiten Teilen Lateinamerikas üblich, dass beide Familiennamen angegeben werden, aber zuerst der des Vaters und dann der der Mutter. „Dieses Gesetz trägt zu dem kulturellen Wandel bei, den wir im Hinblick auf die Gleichstellung von Männern und Frauen fördern“, zitierte „La Tercera“ Chiles Frauenministerin Mónica Zalaquett.
Bis es so weit kam, hat es in Chile mehr als 15 Jahre gedauert: Der Gesetzentwurf war 2005 in den Kongress in der Hafenstadt Valparaíso eingebracht und am 29. April nun von der Abgeordnetenkammer verabschiedet worden.