Hamburg/Bielefeld – Das Legespiel „Dragomino“, eine kindgerechte Adaption des beliebten Erwachsenenspiels „Kingdomino“, ist das „Kinderspiel des Jahres 2021“. Das Spiel habe vor allem mit seiner ganz niedrigen Einstiegsschwelle für kleinere Kinder überzeugt, sagte Jury-Koordinator Christoph Schlewinski vom Verein Kinderspiel des Jahres am Montag bei der Online-Verleihung in Bielefeld. „Denn Plättchen so aneinanderlegen, dass es farblich passt, ist für ab fünf Jahre genau richtig.“ Das Spiel habe ein tolles Gesamtpaket aus einem klassischen Spiele-Mechanismus, der völlig kindgerecht aufgebaut wird und ihnen dabei eine spannende und immer wieder neue Geschichte erzähle, so Jurymitglied Stefan Gohlisch.
Bei „Dragomino“ müssen die Spieler mit Legekarten eine eigene kleine Insel aus verschiedenen Landschaften bauen. Treffen zwei Landschaften aufeinander, haben sie sich ein Drachenei dieser Landschaft verdient. Darin kann ein kleines Drachenbaby – die bringen die Punkte – oder ein leeres Ei sein. Das Spiel ist bei Pegasus-Spiele erschienen und von den Autoren Bruno Cathala sowie Marie und Wilfried Fort entwickelt worden.
Nominiert für den Kritikerpreis waren zudem die Brettspiele „Fabelwelten“ (Entwickler: Marie und Wilfried Fort/Lifestyle Boardgames) und „Mia London“ (Entwickler: Antoine Bauza und Corentin Lebrat/Scorpion Masqué). Insgesamt hatte die Jury aus Fachjournalisten gemeinsam mit Kindern und Familien rund 100 Spiele für Drei- bis Achtjährige gespielt und begutachtet. Normalerweise werden die drei Spiele vor der Bekanntgabe von Schulklassen in Hamburg vorgestellt. Coronabedingt wurde der Sieger in diesem Jahr stattdessen im Livestream bekannt gegeben.