Mädchen (9) nach Bad in der Elbe vermisst

von Redaktion

Berlin – Mehrere Badetote, erste Waldbrände und zahllose vollgelaufene Keller: Das ist die Bilanz des ersten Hitze-Wochenendes in Deutschland. Aber schon bald dürften die schwülen Tage mit Temperaturen von deutlich über 30 Grad vorbei sein: Mit Gewittern und Starkregen in weiten Teilen des Landes ging die erste Hitzewelle des Sommers zu Ende. Der Montag wird dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge zwar noch schwülwarm mit Höchsttemperaturen von bis zu 33 Grad im Osten. Am Dienstag liegen die Höchstwerte dann bei 20 bis 27 Grad, in Ostfriesland gar nur bei 18 Grad. Ähnlich sieht es am Mittwoch aus.

Immer wieder kam es am Wochenende zu tödlichen Badeunfällen an Baggerseen und Flussufern. In Mannheim etwa ertrank ein acht Jahre altes Mädchen. Ein Rettungstaucher fand das Kind am späten Samstagabend unter der Wasseroberfläche eines Sees. Es starb wenig später in einer Klinik. In Schleswig-Holstein suchten Einsatzkräfte noch bis tief in die Nacht nach einem vermissten Mädchen in der Elbe. Die Neunjährige war am frühen Samstagabend im Wasser an der Badestelle bei Kollmar nahe Elmshorn verschwunden. Sie wurde nach Polizeiangaben vom Sog mitgerissen.

Gewitter und Starkregen verursachten vor allem im Westen viele Einsätze der Feuerwehr. In Köln gab es nach Angaben eines Sprechers 244 witterungsbedingte Einsätze in der Nacht zum Sonntag. Hauptsächlich ging es dabei um vollgelaufene Keller. Verletzt worden sei niemand. Im Rhein-Sieg-Kreis wurde die Feuerwehr zu 120 Einsätzen in der Nacht gerufen. In Rhein-Pfalz gerieten nach Blitzeinschlägen drei Dachstühle in Brand.

Von Tag zu Tag steigt in vielen Regionen die Gefahr von Waldbränden. Bei dem bisher größten Brand in Brandenburg seit Beginn der Saison kämpften Feuerwehrleute auf einer Fläche von etwa zehn Hektar bei Bötzow nordwestlich von Berlin gegen die Flammen. Vielerorts galt in Brandenburg am Samstag die höchste Gefahrenstufe fünf.

In den Niederlanden hatten Unwetter bereits zuvor erhebliche Schäden angerichtet: Westlich von Utrecht wurden am Freitag sechs Häuser so stark beschädigt, dass sie vorläufig nicht mehr zu bewohnen sind. Neun Menschen wurden verletzt.

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