Für die Situation der weltweiten Korallenriffe findet Christian Wild von der Uni Bremen deutliche Worte: „Der Zustand ist verheerend. Und die neuesten Studien deuten darauf hin, dass er noch schlechter wird.“ 30 Prozent aller Korallenriffe seien bereits verloren, 40 Prozent massiv bedroht. 1200 Forscher aus 80 Nationen tauschen sich ab Montag für fünf Tage auf der weltweit größten Korallen-Konferenz online darüber aus, wie die Zerstörung der wertvollen Ökosysteme aufgehalten werden kann. „Das kommende Jahrzehnt ist wahrscheinlich die letzte Chance für politische Entscheidungsträger, einen weltweiten Kollaps der Korallenriffe zu verhindern“, betont Wild. Ursachen für die Zerstörung der Riffe seien vor allem die Überfischung und die Verschmutzung der Meere sowie der Klimawandel.