Weil der umstrittene Schlagersänger Michael Wendler nicht als Angeklagter in einem Prozess erschienen ist, will ihn ein Amtsgericht nun per Haftbefehl zur Verhandlung bringen lassen. Das Gericht Dinslaken erließ einen sogenannten Sitzungshaftbefehl, der gilt, bis Wendler seiner Ladung vor Gericht nachkommt. Er sei ordnungsgemäß zu den Gerichtsterminen geladen worden und fehle nun unentschuldigt, so das Gericht nach Angaben eines Sprechers. Es sei unklar, ob ein solcher Haftbefehl in den USA überhaupt vollstreckt werde, ergänzte er. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 49-Jährigen, der inzwischen in den USA lebt, vor, Beihilfe zum Vereiteln einer Zwangsvollstreckung geleistet zu haben.
Der frühere US-Präsident Bill Clinton hat alten Aufzeichnungen zufolge bei seinem ersten Staatsbesuch in London 1997 einen Tee bei der Queen ausgeschlagen, um stattdessen „Tourist sein“ zu können. Das geht laut einem Bericht des „Guardian“ von Dienstag aus Dokumenten der National Archives hervor. „Er hat gesagt, er wolle ein Tourist sein“, heißt es auf einer alten Notiz aus der Downing Street über Clinton. Die Clintons hätten „sehr dankbar für die Einladung Ihrer Majestät“ die Einladung „höflich abgelehnt“, wie ein Sekretär des damaligen britischen Premiers Tony Blair schriftlich festhielt. Auch einen Besuch auf Blairs Landsitz hatte er abgelehnt.