Knackt Griechenland den europäischen Hitze-Rekord?

von Redaktion

Athen – Hitze und Waldbrände in Griechenland: Nach einem Wochenende mit Werten um die 44 Grad steigen die Temperaturen in dem Land von Tag zu Tag weiter. Am Montag und Dienstag wurden Werte von bis zu 47 Grad erwartet, wie das Wetteramt mitteilte. Einige Meteorologen befürchten sogar, die Thermometer könnten in den kommenden Tagen einen Rekord in Europa zeigen. 1977 waren in Athen und der rund 30 Kilometer westlich liegenden Stadt Elefsina 48 Grad Celsius gemessen worden. Das ist die bislang höchste in Europa gemessene Temperatur. Eine positive Nachricht gab es allerdings auch: Auf Rhodos konnten die Feuer eingedämmt werden – auch wenn die Brandgefahr weiter hoch bleibt.

Unter dem Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern konnte die Feuerwehr den Großbrand auf der Urlaubsinsel unter Kontrolle bringen. Hotels und andere touristische Anlagen waren nicht betroffen, wie der Zivilschutz in Athen am Montag mitteilte.

Eine große Sorge der Regierung ist derweil, dass es zu mehrstündigen Stromausfällen kommen könnte. Unzählige Klimaanlagen laufen seit Tagen ununterbrochen auf Hochtouren. Das Energieministerium rief alle Bürger dazu auf, die Anlagen nicht auf die niedrigste Temperatur einzustellen. „26 Grad und nicht mehr“, hieß es. Auch das Kochen mit Öfen sollte vermieden werden. Waschmaschinen sollten um die Mittagszeit – wenn der Energieverbrauch am höchsten ist – nicht benutzt werden.

Vor allem die Einwohner der Ballungszentren wie der Millionenstadt Athen leiden unter der seit fast einer Woche andauernden Hitzewelle. „Man kann draußen wegen der Hitze kaum atmen und drinnen ist die Luft wegen der Klimaanlage ungesund“, sagte eine Frau im staatlichen Fernsehen. Unklar war, wann die Hitze nachlassen würde. Einige Meteorologen befürchteten, die hohen Temperaturen könnten noch einige Tage andauern. Dies sei sehr gefährlich vor allem für ältere Menschen.

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