Kochsalzlösung statt Impfstoff

von Redaktion

Friesland: 8557 Menschen betroffen – Tat einer Impfgegnerin?

Jever – Nach Impfungen mit Kochsalzlösungen im April im Kreis Friesland in Niedersachsen könnten nach Behörden-Angaben mehr Menschen als angenommen betroffen sein. „Es geht um 8557 Menschen, die ganz oder teilweise keinen Impfschutz erhalten haben könnten, obwohl sie davon ausgehen“, sagte Frieslands Landrat Sven Ambrosy gestern. Es betreffe 9673 Impfungen im Zeitraum vom 5. März bis zum 20. April. Die Betroffenen werden nun angeschrieben. Ende April hatte eine Mitarbeiterin eines Impfzentrums bei Schortens eingeräumt, sechs Spritzen statt mit dem Biontech-Impfstoff mit Kochsalzlösung gefüllt zu haben. Ihr soll zuvor beim Anmischen ein Fläschchen mit dem Vakzin heruntergefallen sein, was sie vertuschen wollte. Danach wurde der Impfschutz von 100 Menschen, die an diesem Tag geimpft wurden, mit Antikörpertests überprüft. Die Frau schweigt zu den Vorwürfen.

Allerdings habe die Polizei bei ihren Ermittlungen gegen die Frau auch Erkenntnisse gewonnen, die „so ein bisschen Richtung Querdenker-Szene und Impfkritik“ gehen, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg laut der „Ostfriesen-Zeitung“. Das betreffe Facebook-Beiträge, aber auch „impfkritisches Material“, das die Frau per WhatsApp verbreitet haben soll. Die Polizei Wilhelmshaven/Friesland bestätigte danach: „Der Inhalt der Beiträge ließ eine grundsätzlich kritische Einstellung zu den unterschiedlichen Maßnahmen der Regierung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erkennen.“

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