Bebenopfer im Sturm

von Redaktion

Haiti: Regen setzt Obdachlosen zu

Les Cayes – Nach dem Erdbeben in Haiti mit mehr als 1400 Toten haben starke Regenfälle die Menschen in der betroffenen Region im Südwesten des Karibikstaates in neue Nöte gestürzt. In einer Notunterkunft im Ort Les Cayes auf der vom Erdbeben schwer getroffenen Halbinsel Tiburon im Südwesten Haitis stand das Wasser infolge des Unwetters „Grace“ knöchelhoch. Völlig durchnässte Überlebende des Bebens mit einer Stärke von 7,2 suchten das Camp auf, ihr Hab und Gut teils in Säcken auf dem Kopf tragend. Viele obdachlos gewordene Menschen übernachteten bisher im Freien. Das für die Regenfälle verantwortliche Tiefdruckgebiet „Grace“ sei mittlerweile wieder zu einem Tropensturm erstarkt, teilte das US-Hurrikanzentrum in seinem Lagebericht gestern Mittag (Ortszeit) mit. Darin wird auch vor Überschwemmungen und Erdrutschen gewarnt. Als Folge des Regens könnte das Wasser örtlich bis zu 25 Zentimer Höhe erreichen, in Einzelfällen sogar bis zu 38 Zentimeter.

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