Nashville/New York – In den USA haben am Wochenende extreme Wetterereignisse hunderttausende Menschen getroffen: Während im Bundesstaat Tennessee bei Überschwemmungen nach starken Unwettern mindestens 21 Menschen starben, brachte der Tropensturm „Henri“ der Nordostküste heftige Regenfälle. Tausende Haushalte waren zeitweise ohne Strom. Zeitgleich leidet Kalifornien unter der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten.
Infolge der sturzflutartigen Wassermengen, der Extremregen dauerte von Freitagnacht bis bis Samstagabend (Ortszeit), war es an mehreren Orten zu plötzlichen Überschwemmungen gekommen. Besonders betroffen war nach Angaben der Tageszeitung „The Tennessean“ die Gegend um die Stadt Waverly, etwa 90 Kilometer westlich von Nashville. Dort hätten die Rekordmengen an Regen Häuser und Brücken weggespült, hieß es. Außerdem seien Bäume umgestürzt und Autos mitgerissen worden. Rund 20 Menschen würden noch vermisst. Da das Mobilfunknetz vielerorts ausgefallen sei, gingen Rettungskräfte von Haus zu Haus, um nach Vermissten zu suchen. Dabei standen sie teils bis zum Hals im Wasser.
Der Tropensturm „Henri“ entlang der Nordostküste der USA verlief dagegen trotz heftiger Regenfälle glimpflicher als befürchtet. In der Nacht zu gestern fiel im Osten von Pennsylvania und im Nordwesten von New Jersey starker Regen, so der Nationale Wetterdienst. Da die Böden gesättigt seien, bestehe ein hohes Risiko für Sturzfluten. Ein völlig anderes Bild dagegen in Kalifornien: Der westliche Bundesstaat leidet seit Monaten unter extremer Dürre, es regnet kaum. Durch die Trockenheit ausgelöste Waldbrände wie das sog. Dixie-Feuer wüten seit Wochen, ohne unter Kontrolle gebracht werden zu können. Viele Speicherseen und Wasserreservoires sind nur noch zu einem Drittel gefüllt – wie der Lake Oroville nördlich von Sacramento.