Jupiter ist der Star am Sternenhimmel im September

von Redaktion

Stuttgart – Im September gibt es oft die sternklarsten Nächte des ganzen Jahres – und es lohnt sich, einen Blick zum Sternenhimmel zu werfen. Jupiter im Sternbild Steinbock ist das bei Weitem auffälligste Gestirn am Nachthimmel, vom Mond abgesehen. Mit Einbruch der Dunkelheit steht er schon relativ hoch im Südosten. Vom Morgenhimmel verschwindet der Riesenplanet allmählich.

Saturn, der sich ebenfalls im Sternbild Steinbock aufhält, ist der zweite helle Planet am Nachthimmel, wenn auch deutlich lichtschwächer als Jupiter. Am Abend kann man den Ringplaneten im Südosten sehen, Ende September geht er fast zwei Stunden nach Mitternacht unter.

Schon bald nach Sonnenuntergang sieht man tief am Südwesthimmel die helle Venus. Bald nach 21 Uhr versinkt der Abendstern am Horizont und wird unsichtbar. Zu Monatsende zieht sich Venus kurz nach 20 Uhr zurück.

Merkur erreicht zur Monatsmitte mit 27 Grad östlichem Vorsprung vor der Sonne seinen maximalen Abstand von ihr. Allein wegen seiner deutlich südlicheren Position geht er kurz nach der Sonne unter und entzieht sich unseren Blicken. Mars wird von der Sonne verfolgt, die ihn Ende September fast einholt. Der Rote Planet hält sich am Taghimmel auf und bleibt nachts unsichtbar unter dem Horizont.

Der sonnenfernste Planet, der bläuliche Neptun, kommt am 14. im Sternbild Wassermann in Opposition zur Sonne. Da er 30 Mal so weit wie die Erde von der Sonne entfernt ist, ist er so lichtschwach, dass man ihn mit bloßen Augen nicht sehen kann. Mit 49 424 Kilometern Durchmesser ist er viermal so groß wie die Erde. Im August 1989 passierte die Raumsonde „Voyager 2“ zum ersten Mal den bläulichen Wasserstoffplaneten. Sein größter Mond Triton gilt mit minus 238 Grad als Eisschrank des Sonnensystems.

Der Große Wagen ist nach Nordwesten herabgesunken. Dagegen ist das Himmels-W, die Kassiopeia, im Nordosten emporgestiegen. Der Pegasus steht schon hoch im Osten. Der zentrale Teil des Pegasus wird durch ein mächtiges Sternenquadrat markiert, das als Herbstviereck bezeichnet wird – Pegasus ist das Leit-sternbild des Herbsthimmels. An der Nordostecke des Pegasus hängt die Sternenkette der Andromeda. Darin erkennt man in klarer Herbstnacht einen unscheinbaren Lichtfleck. Sternfreunden ist dieses Himmelsobjekt unter der Bezeichnung „Andromedanebel“ wohlvertraut.

Am 7. September tritt um 2.52 Uhr die Neumondphase ein. Vollmond wird am 21. um 1.55 Uhr im Sternbild Fische erreicht. Mit 368 460 Kilometern Distanz kommt der Mond am 11. mittags in Erdnähe. In der Nacht vom 26. auf 27. befindet sich der Mond mit 404 640 Kilometern in maximaler Erdferne.

Die Sonne verlässt am 16. zwei Stunden vor Mitternacht das Sternbild Löwe und wechselt in das Sternbild Jungfrau, in dem sie bis Ende Oktober verbleibt. Am 22. September überschreitet die Sonne den Himmelsäquator um 21.21 Uhr in südlicher Richtung, der Herbst beginnt.

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