John Lydon, Frontmann der Sex Pistols, ist dankbar für die Hilfe bei der Betreuung seiner demenzkranken Ehefrau. „Ich habe einen Großteil des letzten Jahres damit verbracht, die besten Pflegerinnen auszusuchen, die ich finden konnte“, erzählte der 65-Jährige in einem Interview mit dem britischen Magazin „Metro“, das am Dienstag (Ortszeit) veröffentlicht wurde. Seine Ehefrau Nora und die Pflegerinnen liebten einander, sagte er. „Ich habe gemerkt, dass es egoistisch von mir war, ihr einziger Pfleger zu sein. Ich habe ihr weibliche Gesellschaft verwehrt“, erklärte der Musiker. Mit den neuen Pflegerinnen seien auch die „kleinen Albernheiten“ zurück ins Leben seiner Frau gekommen: Etwa Nagellack, Tratsch und Lippenstift, wie Lydon aufzählte. „Ich war einfach lächerlich überfürsorglich.“
Die frühere Pressesprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham, hat in ihrem bald erscheinenden Buch brisante und teils kuriose Details über den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump preisgegeben. Um Trump von seinen Wutanfällen abzuhalten, sei ein als „Musik-Mann“ bekannter Mitarbeiter des Weißen Hauses dazu abgestellt worden, ihm seine Lieblingslieder vorzuspielen, schrieb die „New York Times“ unter Berufung auf Grishams Buch. Darunter sei „Memory“ aus dem Musical „Cats“ gewesen. Neues gibt es auch zur auffälligen Frisur des 75-Jährigen. Trump schneide seine Haare selbst, „mit einer riesigen Schere, mit der man wahrscheinlich ein Band bei der Eröffnung eines seiner Häuser durchschneiden könnte“, zitierte der Sender CNN aus dem Buch. Weiter hieß es, nach einem zunächst kühlen Empfang von Wladimir Putin bei einem Treffen 2019 habe Trump alles daran gesetzt, dem russischen Regierungschef zu gefallen. „Ich werde ein paar Minuten lang etwas härter Ihnen gegenüber auftreten. Aber das ist nur für die Kameras, und wenn sie weg sind, reden wir weiter“, soll Trump dem Kremlchef demnach beim G20-Gipfel im japanischen Osaka gesagt haben.
Nach Grishams Angaben unterzog sich Trump 2019 bei einem geheimnisumwobenen Krankenhausbesuch einer Routineuntersuchung, die von US-Medien als Darmspiegelung bezeichnet wurde – allerdings ohne Narkose. Trump habe nicht gewollt, dass sein Vize Mike Pence während seiner Betäubung vorübergehend die Macht übernehme.