Brunswick – Es war wie eine Hinrichtung: Mit der Auswahl der Geschworenen hat gestern in den USA der Mordprozess gegen drei weiße Männer begonnen, die einen schwarzen Jogger am helllichten Tag gejagt und getötet hatten. Sie hatten Ahmaud Arbery am 23. Februar 2020 in einem Vorort von Brunswick (Georgia) mit dem Auto verfolgt und nach einem Handgemenge erschossen. Sie gaben an, den 25-Jährigen für einen Einbrecher gehalten zu haben. Die örtlichen Strafverfolgungsbehörden wurden zunächst nicht aktiv. Erst nach der Veröffentlichung eines Videos von dem Fall zweieinhalb Monate später zogen Ermittler des Bundesstaats den Fall an sich. Arberys Tod hatte mit zu den landesweiten Protesten gegen Rassismus und Gewalt gegen Schwarze geführt, die die USA im vergangenen Jahr inmitten des Präsidentschaftswahlkampfes in Atem hielten.