Leverkusen – Fast drei Monate nach der schweren Explosion im Leverkusener Chemiepark mit sieben Toten hat die Staatsanwaltschaft Köln Ermittlungen gegen drei Beschuldigte aufgenommen. Ermittelt wird wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung und des fahrlässigen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen bestehe der Verdacht, dass Abfall in einem Tank über der zulässigen Temperatur gelagert wurde. Dadurch könnten Selbsterwärmungseffekte eingetreten seien, die erst zu einem Anstieg der Temperatur und des Drucks und schließlich zur Explosion des Tanks geführt haben könnten. Es bestehe der Verdacht, dass sich restliche Abfallflüssigkeiten und Heizöl mit Luft vermischt hätten, wodurch der anschließende Brand entstanden sei. Die drei Beschuldigten würden verdächtigt, ihre Sorgfaltspflicht verletzt zu haben.