Paris – Die geplante Einführung von Straßennamen sorgt im kleinen Ort Faux-la-Montagne in der Mitte Frankreichs für Protest. Zwar hat Bürgermeisterin Catherine Moulin die Bewohner eingeladen, gemeinsam über Straßennamen nachzudenken. Zustelldienste fänden sich nicht immer zurecht, ebenso ergehe es Pflegediensten, meint sie. Doch die Verfasser eines Protestschreibens, das die Einwohner in ihren Briefkästen fanden, argumentieren, Straßennamen erleichterten es Firmen wie Amazon, mit ihrem Warenangebot auch den Ort zu erobern. Und das sei nicht gut. Eine andere Einwohnerin befürchtet mit der Einführung von Namen eine unnötige Urbanisierung. Man habe durchaus Straßennamen, aber nicht auf Schildern, sondern nur im Kopf: „Dort ist die hintere Straße, und die da drüben nenne ich die Straße der alten Damen, weil es dort viele alte Frauen gibt.“