Rom – Archäologen haben bei Ausgrabungen in der versunkenen Stadt Pompeji ein gut erhaltenes Sklavenzimmer entdeckt. In der etwa 16 Quadratmeter großen Kammer wurden drei Betten, einige Amphore und Zaumzeug für Pferde gefunden. Der Raum habe wohl als Abstellkammer und schmucklose Unterkunft für die Sklaven gedient. „Hier sehen wir nun etwas, das normalerweise im Schatten bleibt“, sagte Gabriel Zuchtriegel, der Museumsdirektor von Pompeji. Der gebürtige Baden-Württemberger erinnert daran, dass in Überlieferungen zumeist nur das Leben der oberen Schicht thematisiert wurde. Der neue Fund biete die Chance, einen kleinen Einblick in das Leben der Sklaven zu bekommen. In dem Raum dürften mindestens drei Sklaven geschlafen haben. Die Betten waren mit Seilen bespannte Holzpritschen, auf die Tücher oder Teppiche gelegt wurden.