Johannesburg – Schlichtes dunkles Kleid mit Zulu-Perlenbesatz, blonde Bubi-Frisur und dunkler Mundschutz: So verabschiedete sich Fürstin Charlène von Monaco am Sonntagabend von Südafrika, wo sie nach gesundheitlichen Problemen monatelang festsaß. „Es war eine herausfordernde Zeit hier, aber zugleich war es auch wunderbar, zurück in Südafrika zu sein“, sagte sie auf dem Rollfeld von Durbans King-Shaka-International Airport.
Mit einem Hofknicks nahm sie noch einen Präsentkorb von Würdenträgern der Provinz KwaZulu-Natal in Empfang. Ein letztes Wort des Dankes an die Ärzte, ein Blick nach vorne, wie voller Vorfreude auf ihre Familie – dann bestieg sie den dreistrahligen Privatjet mit dem fürstlichen Wappen neben der Tür.
Es war das Ende einer langen Leidensgeschichte. „Sie ist Gott sei Dank wieder zu Hause“, erklärte ihr Vater Mike Wittstock in Johannesburg mit unüberhörbarer Erleichterung in der Stimme. Ihre Schwägerin Chantell Wittstock, die sie auf dem Flug begleitet hat, bestätigte am Vormittag: „Die Fürstin ist gerade in Monaco gelandet; sie ist guter Laune und ganz aufgeregt, wieder zu Hause zu sein.“ Ursprünglich war sie in das Land am Südzipfel Afrikas gereist, um den Kampf gegen die Nashorn-Wilderei zu unterstützen. Dabei hatte sie ein Naturreservat besucht, in dem Ranger Nashörner zum Schutz vor Wilderern enthornen. Örtlichen Medien hatte sie dann wenig später berichtet, ein vor ihrer Reise durchgeführter kieferchirurgischer Eingriff habe ihre Rückkehr in das kleine Fürstentum hinausgezögert. Beim Fliegen in großer Höhe könne sie den Ohrendruck nicht ausgleichen. Der Langzeitaufenthalt der Fürstin in Südafrika hatte unter anderem in den sozialen Medien allerdings Spekulationen zu einer möglichen Trennung von Fürst Albert II. sowie zu einer möglichen Rückkehr der Fürstin in ihre alte Heimat genährt. Charlène (43) beteuerte dagegen immer wieder in Interviews, wie sehr sie ihren Mann und die Kinder vermisse.