Astronauten wachsen um 5,5 cm

von Redaktion

Homburg – Bei einem Flug ins All werden die Astronauten in der Schwerelosigkeit größer. „Die Bandscheiben dehnen sich aus, und man wächst in den ersten 24 Stunden im Schnitt fünfeineinhalb Zentimeter“, erklärt Weltraummedizinerin Bergita Ganse mit Blick auf den deutschen Astronauten Matthias Maurer, der seit dem 11. November auf der ISS arbeitet. Aber: „Wenn man auf die Erde zurückkommt, schrumpft man wieder auf die Ausgangsgröße zurück“, sagte die Professorin an der Uni Saarbrücken. Eine weitere kurzfristige Veränderung, die auch Weltraumtouristen erlebten, sei eine Flüssigkeitsverschiebung im Körper Richtung Oberkörper und Kopf. „Die führt dazu, dass man in den ersten 24 Stunden 1,5 Liter Wasser als Urin ausscheidet – und dass man ein sehr dickes Gesicht und ganz dünne Beine bekommt“, sagte Ganse. Erklärung: Normalerweise zieht die Schwerkraft das Wasser in die Beine, aber in der Schwerelosigkeit gibt es das nicht. Langfristig bauten sich die Muskeln ab, da man sie im schwerelosen Raum nicht benutze. Auch der Herzmuskel werde kleiner. Auf der ISS würde daher täglich gut zwei Stunden trainiert: mit einem Fahrradergometer – mit Schuhen in Klickpedalen –, einem Krafttrainingsgerät und einem Laufband, auf dem man sich mit Gummibändern festschnalle.

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