Lopburi – Es ist ein alljährliches Spektakel im thailändischen Lopburi: Seit Ende der 80er-Jahre richtet die Stadt jeweils im November ein Festmahl für die wild lebenden Makaken aus. So auch am gestrigen Sonntag. Hunderte Affen bedienten sich an den Früchten vor dem 800 Jahre alten Phra-Prang-Sam-Yod-Tempel. Mit dem sogenannten Monkey Buffet Festival soll den Affen dafür gedankt werden, dass sie den Tourismus in der Stadt fördern. Aber längst schon ist in der Stadt der Affen der größte Touristenmagnet zur Plage geworden.
Rund 4500 Makaken sollen in Lopburi leben, die sich in Gangs zusammenrotten und für die Bewohner zu einer echten Bedrohung werden. Das erklärte die Lopburi-Affenstiftung gegenüber CNN: „Jede Gruppe schützt ihr Territorium mit aller Härte.“ Hinzu kommt, dass sich die Affen-Gangs nicht nur gegenseitig bekriegen und damit immer öfter die ganze Stadt lahmlegen. Durch die fehlenden Touristen in der Corona-Pandemie reicht das Futter für die vielen Affen in Lopburi nicht mehr aus. Die Tiere hungern und machen sich immer aggressiver auf die Suche nach Nahrung. Dafür brechen sie sogar in Häuser, Autos und Geschäfte ein, plündern nicht mehr nur noch Mülltonnen, sondern auch Regale und Kühlschränke.