Portsmouth – Achtlos weggeworfene Corona-Schutzmasken stellen Forschenden der Universität Portsmouth zufolge ein ernsthaftes Problem für Umwelt und Tiere dar. Für eine in der Fachzeitschrift „Nature Sustainability“ veröffentlichte Studie untersuchten die Wissenschaftler die Menge an achtlos entsorgten Corona-Masken und anderer Schutzausrüstung in elf Ländern. Von März bis Oktober 2020 stieg die Zahl der nicht ordnungsgemäß entsorgten Masken demnach um das 84-Fache an. Großbritannien belegte den Platz des negativen Spitzenreiters. Dort machten Masken mit mehr als fünf Prozent aller achtlos weggeworfenen Abfälle den größten Anteil aus. Die Wissenschaftler fanden auch heraus, dass das Müllproblem zwar während der strengeren Lockdown-Phasen im Frühjahr 2020 langsam zunahm, aber erst richtig groß wurde, als im Sommer mehr soziale Aktivitäten möglich wurden.
Der Plastik-Experte von der Universität Portsmouth, Steve Fletcher, warnte: „Ohne bessere Entsorgung steht uns eine Umweltkatastrophe bevor.“ Die meisten Masken seien aus langlebigem Plastik produziert.