Hilde Knef: Intime Briefe einer großen Diva

von Redaktion

Berlin – Erst Anfang Dezember hat sie ihre berühmten roten Rosen noch einmal für die scheidende Kanzlerin regnen lassen. Beim großen Zapfenstreich für Angela Merkel in Berlin. Am kommenden Dienstag jährt sich der Todestag von Weltstar Hildegard Knef zum 20. Mal. Pünktlich zu diesem Datum sind jetzt sehr intime Briefe der Schauspielerin und Sängerin aufgetaucht. Geschrieben hat sie an ihren Visagisten René Koch, mit dem sie seit den späten 1970er-Jahren befreundet war. Er hat sie geschminkt und beraten. Er hat ihr Dinge gesagt wie: „Eine Dame schwitzt nicht, eine Dame friert nicht, sie muss nicht aufs Klo. Eine Dame trägt Hut und hat immer eine gepuderte Nase.“ Und die Knef hat ihm in den letzten schweren Jahren ihr Herz geöffnet. Sie war von Krankheiten gebeutelt und blickte verzweifelt und lachend auf ein Leben der Höhepunkte und Katastrophen zurück.

So schrieb sie an René Koch: „Dein Farbkästchen wird in all seinen Misch-Möglichkeiten täglich ausprobiert – und somit wandern täglich dankeserfüllte Seelenströme in deine Richtung… “ In einem anderen Brief schrieb sie: „Also, dieses, mein Freund, soll ein würdiger Brief werden. Wer war der unwürdige Trottel, der das Wort ,Würde’ ins germanische Kulturgut einschleuste. Ich würde ihm – oder ihr – gern würdevoll in den Arsch treten.“ Einer der letzten Briefe ist wie das Vermächtnis einer Großen der großen Bühne: „Kannst du morgen zu mir kommen? Bitte bringe Abschminke und Nachtcreme mit. Pads für Augen-Weg und weiße Creme ,On Stage’. Love Hilde.“ B. VOLKMER

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