Berlin – Im zweiten Pandemie-Jahr sind die krankheitsbedingten Fehlzeiten der Beschäftigten in Deutschland leicht gesunken. 2021 lag der Krankenstand mit vier Prozent um 0,1 Punkte unter dem Vorjahresniveau, wie eine Analyse der DAK-Gesundheit ergab. Dafür wurden die Daten von rund 2,4 Millionen erwerbstätigen DAK-Versicherten in ganz Deutschland ausgewertet. Atemwegserkrankungen gingen demnach stark zurück. Kamen vor der Pandemie auf 100 Versicherte noch rund 221 Fehltage wegen einer Erkrankung der Atemwege, waren es 2021 nur noch 146 Tage – ein Drittel weniger. Gleichzeitig stiegen Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen weiter an. Sie erreichten mit 276 Fehltagen je 100 Versicherten einen neuen Höchststand. Allein Depressionen verursachten davon 108 Tage. Die meisten Fehltage gab es allerdings wegen Rückenschmerzen.