Mexiko-Stadt – Neun Monate nach einem U-Bahn-Unglück in Mexiko-Stadt mit 26 Toten hat sich der Konzern des Milliardärs Carlos Slim mit Betroffenen auf Entschädigungszahlungen geeinigt. Das Bauunternehmen der Carso-Gruppe hatte die U-Bahn-Brücke am südöstlichen Rand der mexikanischen Hauptstadt gebaut. Die Brücke stürzte am 3. Mai vergangenen Jahres ein, als gerade ein Zug darüber fuhr. Slim ist einer der reichsten Menschen der Welt. Rund 80 Prozent der dutzenden Verletzten und der Familien der Todesopfer hätten inzwischen Entschädigungsangebote des Konzerns angenommen, teilte Generalstaatsanwältin Ernestina Godoy am Mittwoch mit. Sie rief die übrigen Betroffenen auf, dies auch zu tun,. Die Zeitung „El País“ hatte berichtet, die Carso-Gruppe habe Betroffenen bis zu sechs Millionen Peso (rund 260 000 Euro) geboten, wenn sie auf Klagen verzichten.