Klimawandel bedroht Milliarden Menschen

von Redaktion

Berlin/Genf – Die Erderhitzung hat die Natur nach dem neuen Bericht des Weltklimarats (IPCC) bereits gefährlich verändert, und Milliarden Menschen leiden immer stärker darunter. 3,3 bis 3,6 Milliarden Menschen seien durch ihre Lebensumstände bereits besonders stark vom Klimawandel gefährdet, hieß es gestern zu den Folgen des Klimawandels. „Die Auswirkungen, die wir heute sehen, treten viel schneller auf und sind zerstörerischer als vor 20 Jahren erwartet“, so der Weltklimarat. Die Regierungen täten noch lange nicht genug, um die schlimmsten Gefahren abzuwenden. „Einige wenige Länder treten die Rechte des Rests der Welt mit Füßen. Einige wenige Unternehmen streichen reiche Gewinne ein, während sie die Rechte der Ärmsten ignorieren“, sagte UN-Generalsekretär António Guterres. Dass Regierungen ihre Aufgaben nicht machten, sei kriminell. Die Folgen des Klimawandels sind weltweit sichtbar: Es gibt verheerende Brände wie in Griechenland und den USA, Überschwemmungen wie an Ahr und Erft, Hitzewellen wie in Sibirien. 30 bis 50 Prozent der Erdoberfläche müssten demnach für Naturräume zur Verfügung gehalten werden.

Der neue Report ist Teil zwei des 6. Sachstandsberichts des Weltklimarates zum Klimawandel. Der erste Teil über die wissenschaftlichen Grundlagen kam im August heraus. Der dritte Teil erscheint im April und befasst sich mit Möglichkeiten, den Klimawandel zu mindern.

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