Sydney/Brisbane – Die Überschwemmungen im Osten Australiens haben katastrophale Ausmaße angenommen. Hunderte Menschen im Bundesstaat New South Wales harrten gestern noch auf den Dächern ihrer Häuser aus und warteten auf Hilfe. Bei den Behörden gingen verzweifelte Hilferufe ein. Besonders rund um die Stadt Lismore waren die Pegel zuvor extrem schnell gestiegen.
Der Bürgermeister von Lismore, Steve Krieg, beschrieb die Situation als „lebensbedrohlich“ und „katastrophal“. Mehr als 15 000 Menschen in der Region wurden bereits vor den Überflutungen in Sicherheit gebracht.
Vorausgegangen waren tagelange sintflutartige Regenfälle. Auslöser für das Extremwetter ist ein sich nur langsam bewegendes Tiefdruckgebiet. Der australische Premier Scott Morrison sprach von einer „Krisensituation“. Er sagte den Betroffenen finanzielle und logistische Unterstützung zu. Medien zufolge spielten sich verzweifelte Szenen ab. Zahlreiche Rettungskräfte versuchten unter schwersten Bedingungen, die Menschen vor der Dunkelheit von den Dächern in Sicherheit zu bringen. Dutzende Menschen sind vom Wasser eingeschlossen – sie können nicht entkommen, es sei denn, sie werden per Boot gerettet. Einige Anwohner hätten Löcher in ihre Dächer geschlagen – der einzige Fluchtweg, als ihre Häuser mit Wasser vollliefen. Das Wasser stehe teils bis zur Decke.