Berlin – Der Anteil der wohl noch leichter übertragbaren Omikron-Untervariante BA.2 wächst seit Jahresbeginn kontinuierlich. Auf 38 Prozent beziffert ihn das Robert-Koch-Institut (RKI) Ende der Woche. Falls BA.2 nicht aktuell schon dominiert, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis es so weit ist. Auch die bundesweite 7-Tage-Inzidenz stieg zuletzt wieder: am Freitag von 1174 auf 1196. „Die Phase der Hochinzidenz könnte sich hinziehen und ein längeres Plateau bilden“, sagte kürzlich Andreas Bergthaler, Professor für Molekulare Immunologie an der Universität Wien. Wie sich die Lage weiterentwickelt, hängt u. a. vom Testverhalten, den Mehr-Kontakten durch die Lockerungen und dem Wetter ab. Laut WHO ist bisher keine Zunahme der Krankheitsschwere beobachtet worden, auch deuten erste Daten auf einen starken Schutz durch eine BA.1-Ansteckung vor erneuter Infektion mit BA.2 hin.