Immer mehr Opfer von Liebesbetrügern

von Redaktion

New York – Jahrelang erzählte Debby Johnson niemandem, dass sie um eine Million Dollar betrogen worden war – von einem Mann, mit dem sie eine liebevolle, wenn auch nur virtuelle Beziehung führte. „Das hätte mir nicht passieren dürfen“, so die Unternehmerin aus Florida – ein Satz, wie man ihn von vielen Opfern der Online-Betrüger hört. Im Zuge der Pandemie ist ihre Zahl deutlich gewachsen.

Jedes Jahr werden zehntausende Menschen Opfer von Betrügern, von denen jüngst der Netflix-Dokumentarfilm „Der Tinder-Schwindler“ einen porträtierte. Nach Daten der US-Verbraucherschutzbehörde FTC wurde 2021 ein Rekordbetrag von umgerechnet 482 Mio. Euro durch vorgetäuschte Online-Romantik – sog. Romance Scams – erbeutet: ein Anstieg von fast 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Inzwischen sind auch Jüngere betroffen: Die gemeldeten Fälle mit Opfern zwischen 18 und 29 Jahren haben sich von 2017 bis 2021 mehr als verzehnfacht.

Die Masche ist immer dieselbe: Scammer nehmen falsche Identitäten an und behaupten oft, dass sie im Ausland arbeiten oder viel reisen – Erklärungen, warum sie sich nicht persönlich treffen können. Nach intensivem Kontakt folgen Bitten, Geld für Flugtickets, Visa oder Notfälle zu überweisen – immer verbunden mit dem Versprechen, alles zurückzuzahlen.

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