„Kopfbälle verbieten“

von Redaktion

Ärzte fordern Aus für Kinder unter 12

Hamburg – Fachärzte der Hamburger Asklepios-Klinik Nord haben ein Verbot von Kopfbällen im Fußball mit Kindern unter zwölf Jahren gefordert. Die Mediziner – Neurologen, Hals-Nasen-Ohren-Spezialisten und Kinderchirurgen – kritisierten zugleich die Haltung des Deutschen Fußball-Bundes, der auf altersgemäße Regelungen setzt. Der Teamarzt der Deutschen Nationalmannschaft, Tim Meyer, hatte Ende Januar vor unüberlegten Verboten gewarnt: „So ein Kopfball zieht in der Regel kein greifbares medizinisches Krankheitsbild nach sich.“ Eine schottische Studie hatte 2019 bei Fußballern ein erhöhtes Risiko dafür gefunden, an Demenz oder Alzheimer zu sterben. Eine Antwort auf die Frage, ob Kopfbälle Gehirnerkrankungen auslösen könnten, gibt es bisher nicht. In England, Schottland und Nordirland besteht seit 2020 ein Verbot von Kopfbällen im Training von Kindern unter zwölf Jahren. In den USA sind Kopfbälle für Kinder unter zehn Jahren verboten.

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