„Mein Hund hat das Pickerl gefressen“

von Redaktion

München – Da helfen alle (guten) Ausreden nichts: Wer auf den Autobahnen in Österreich ohne ein gültiges Pickerl erwischt wird, zahlt 120 Euro Ersatzmaut. Kein Wunder, dass die Erklärungen derjenigen, die ohne Vignette unterwegs sind, Blüten treiben. Der wohl beste Spruch, den sich österreichische Verkehrspolizisten nach einer Bilanz des ADAC anhören mussten, ist: „Mein Hund hat die Vignette gefressen“. Eine Ausrede, so haarsträubend, dass nicht viele der 192 400 im Jahr 2020 erwischten Vignetten-Sünder darauf gekommen sind. Doch auch die insgesamt 58 300 deutschen Fahrer ohne Pickerl waren mehr oder weniger erfinderisch, um die Ersatzmaut – natürlich vergeblich – zu vermeiden. Hier die Top Ten der Ausreden: 1. „Ich habe nichts von der Vignettenpflicht in Österreich gewusst.“ 2. „Ich habe nicht gewusst, wo man sich eine Vignette kaufen kann.“ 3. „Das Navi hat mich ungewollt auf die Autobahn gelotst. 4. „Es ist umständlich, eine 10-Tages-Vignette von der Scheibe abzulösen.“ 5. „Ich musste schnell ins Krankenhaus.“ 6. „Ich habe keine Vertriebsstelle gefunden.“ 7. „Ich habe keine Vignette an der Vertriebsstelle erhalten.“ 8. „Ich habe die Vignettenpflicht-Schilder nicht gesehen.“ 9. „Das ist nicht mein Auto.“ 10. „Ich habe ja eh die Sondermautstrecke bezahlt.“

Österreichische Kontrolleure können darüber hinaus aber immer mal wieder über besonders abstruse Ausreden lachen. Dazu zählen: „Die Vignette ist in der Handtasche meiner Frau“, „Die Vignette war als Geschenk auf eine Weinflasche geklebt“ oder „Die Kinder haben beim Spielen die Vignette zerstört“!

Auf Platz 11 des Rankings hat es übrigens eine Ausrede zur Digitalen Vignette geschafft: „Ich habe mich bei der Eingabe ja nur um eine Ziffer geirrt.“

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