IN KÜRZE

Täter legten Haare und Kippen ab Zug kollidiert mit Bus: Verletzte Mordopfer virtuell zum Leben erweckt

von Redaktion

Zollamt-Coup

Beim Millionencoup im Zollamt Emmerich haben die Verdächtigen fremde Haare und Zigarettenkippen mit der DNA von Unbeteiligten zurückgelassen, um die Ermittler in die Irre zu führen. Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte nach der Verhaftung der vier Verdächtigen bereits von „Trugspuren“ gesprochen, die die Täter hinterlassen hätten. Um was genau es sich dabei handelte, war zunächst offen geblieben. Tatsächlich hatten die Verdächtigen nach derzeitigem Ermittlungsstand ihre eigenen Spuren mit einer Chlorlösung weggewischt.

Blaustein

Ein Zug ist bei Blaustein in der Nähe von Ulm mit einem Bus kollidiert. Es gebe mindestens vier Schwerletzte und mehrere Leichtverletzte, sagte ein Sprecher der Polizei. Der Bus habe am Morgen wegen eines Unfalls auf den Gleisen halten müssen, als die Schranken heruntergefahren seien, hieß es. Die Regionalbahn habe nicht mehr rechtzeitig bremsen können.

Deepfake-Video

Die niederländische Polizei hat einen getöteten Teenager fast 20 Jahre nach der Tat in einem Video digital zum Leben erweckt – und danach dutzende Hinweise erhalten. Die Polizei teilte am Montag mit, die Ermittlungsmethode sei eine „Weltpremiere“. Die große Zahl an Hinweisen sei „sehr positiv“, erklärte eine Sprecherin der Polizei von Rotterdam. Wie hilfreich die Hinweise seien, müsse aber noch überprüft werden. In dem sogenannten Deepfake-Video ist der 2003 in Rotterdam getötete Sedar Soares zu sehen, der damals 13 Jahre alt war. Er blickt erst in die Kamera, hebt dann einen Fußball auf – und geht an einem Spalier aus seiner Familie, ehemaligen Klassenkameraden, Lehrern und Mitspielern seiner Fußballmannschaft vorbei. Mittels der Deepfake-Technik ist es möglich, die Gesichter echter Menschen nachträglich auf realistische Weise in Fotos oder Filme einzufügen – und sie Wörter sagen zu lassen, die sie gar nicht gesagt haben. Sedar Soares war im Februar 2003 erschossen worden, als er sich mit Freunden in Rotterdam eine Schneeballschlacht auf einem Parkplatz lieferte.

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