Wiesbaden – Im vergangenen Jahr sind in Deutschland 142 800 Ehen geschieden worden. Das waren knapp 1100 Scheidungen weniger als im Jahr zuvor beziehungsweise ein Rückgang um 0,7 Prozent, so das Statistische Bundesamt. Demnach sank Zahl der Scheidungen seit 2012 jährlich – mit Ausnahme eines leichten Anstiegs im Jahr 2019. Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Zahl der Scheidungen sind danach nicht erkennbar. Da einer Scheidung in der Regel eine Trennungszeit von mindestens einem Jahr vorausgeht, könnten sich solche Effekte auch erst langfristig zeigen, hieß es zu der Überlegung, ob etwa im Lockdown manche Ehe nicht überlebte.
Etwas mehr als die Hälfte der 2021 geschiedenen Ehepaare hatte den Angaben zufolge minderjährige Kinder. Insgesamt waren im vergangenen Jahr etwa 121 800 Kinder und Jugendliche von der Scheidung ihrer Eltern betroffen.