Harare/Pretoria – In Simbabwe müssen die Menschen Weihnachten voraussichtlich im Dunkeln feiern. Eine landesweite Energiekrise führt schon in der Adventszeit zu Stromabschaltungen von bis zu 19 Stunden pro Tag. „Weder die Regierung noch die Behörde für Stromversorgung haben eine zeitnahe Lösung für das Problem“, sagte der Generalsekretär des Simbabwischen Kirchenrats, Wilfred Dimingu, am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
Als Ursache der Stromkrise gilt der historisch geringe Wasserstand des Kariba-Stausees an der Nordgrenze zu Sambia. Dort liegt Simbabwes wichtigstes Wasserkraftwerk. Zusätzlich fehlen die Stromreserven aus dem benachbarten Südafrika, das derzeit selbst täglich mit stundenlangen Stromausfällen kämpft.
Örtlichen Medienberichten zufolge sind viele der rund 14 Millionen Simbabwer dazu übergegangen, ihr Essen um Mitternacht zu kochen, wenn der Strom vorübergehend zurückkehrt.