Offenbach – Sonnig, heiß und trocken: Deutschland hat 2022 ein „außergewöhnliches Wetterjahr“ erlebt, wie der Deutsche Wetterdienst am Freitag in seiner Jahreswetterbilanz mitteilte. Die Sonne schien 2022 so lange wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen, zudem war es durchweg zu warm. Mit 2025 Sonnenstunden im bundesweiten Mittel lag der Wert gut ein Fünftel über dem Durchschnittswert der vorangegangenen drei Jahrzehnte. Möglicherweise war 2022 auch das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen – ob hier ein neuer Rekord aufgestellt wurde, werde sich erst nach Auswertung aller Daten im Januar sagen lassen.
Die Niederschläge lagen 2022 rund 15 Prozent unter dem langjährigen Mittel, damit sei das Jahr „sehr trocken“ gewesen. Im Jahresverlauf fielen im Deutschlandmittel rund 670 Liter pro Quadratmeter – mit starken regionalen Schwankungen: An den Alpen gingen 2022 1500 bis 2000 Liter pro Quadratmeter nieder. Berlin war mit 403 Litern pro Quadratmeter das niederschlagsärmste Bundesland.