Culiacán – Bei der Festnahme eines Sohnes von Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzmán und anschließenden Kämpfen zwischen Bandenmitgliedern und Sicherheitskräften sind 29 Menschen ums Leben gekommen. 19 Kriminelle und zehn Soldaten seien während des Zugriffs und der stundenlangen Schießereien getötet worden, sagte Verteidigungsminister Luis Cresencio Sandoval am Freitag.
Am Donnerstag war Ovidio Guzmán in Culiacán im Bundesstaat Sinaloa in Mexiko festgenommen worden. Bandenmitglieder blockierten daraufhin Straßen mit brennenden Autos und lieferten sich Kämpfe mit Polizei und Streitkräften. Unter anderem feuerten sie am Flughafen auf eintreffende Militärmaschinen. Soldaten wiederum schossen aus Hubschraubern auf Verdächtige am Boden. 4500 Soldaten wurden in die Region verlegt. Guzmán wurde in ein Hochsicherheitsgefängnis westlich von Mexiko-Stadt gebracht.
Der 32-Jährige ist der Sohn des früheren Chefs des Sinaloa-Kartells. Sein Vater war einer der mächtigsten Drogenhändler der Welt und verbüßt in den USA eine lebenslange Haftstrafe. Nach der Festnahme von „El Chapo“ übernahm Ovidio Guzmán mit seinen Brüdern einen Teil der Geschäfte. Die USA haben ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Er soll jedoch vorerst nicht ausgeliefert werden.