Grammys: Stürmt Beyoncé die Spitze der Bestenliste?

von Redaktion

Los Angeles – Neun Mal hat US-Sängerin Beyoncé am Sonntagabend (US-Zeit) die Chance auf einen Grammy – wenn sie vier gewinnt, hat sie mehr der prestigeträchtigen Statuen gewonnen als jeder andere Mensch in der Geschichte. Bislang steht die 41-Jährige mit 28 Grammys zusammen mit dem amerikanischen Produzenten und Songwriter Quincy Jones auf Platz 2 der ewigen Bestenliste – hinter dem bereits toten britisch-ungarischen Dirigenten Georg Solti (31).

Was Erfolge angeht, gibt es für Beyoncé eigentlich kaum noch Superlative. Mit dutzenden Millionen verkauften Platten und sieben Studioalben, die in den USA alle auf Platz eins der Charts landeten, gehört sie zu den erfolgreichsten Musikerinnen und Musikern der Welt – und zu den reichsten. In den Charts stellte sie bereits mehrere Rekorde auf. Doch bei der 65. Grammy-Verleihung am Sonntag könnte sie ihren Status als Pop-Legende weiter zementieren.

Beyoncé hatte im Sommer nach sechs Jahren Pause ihr siebtes Studioalbum „Renaissance“ veröffentlicht. Auf der tanzbaren Platte brachte sie den Zeitgeist wieder einmal auf den Punkt. Bei der Verleihung am Sonntag in Los Angeles könnte vor allem die Hitsingle „Break My Soul“ den Unterschied machen: Der Song ist in den beiden Hauptkategorien „Bester Song“ und „Beste Aufnahme“ des Jahres sowie in mehreren weiteren Sparten nominiert. Zudem geht „Renaissance“ als bestes Album an den Start.

Auch der Komponist Harold Faltermeyer (70) ist für seine Filmmusik zu dem Kino-Hit „Top Gun: Maverick“ für einen Grammy nominiert worden. Der Gala zur Preisverleihung am 5. Februar in Los Angeles will er aber fernbleiben. Denn: „Da kam bisher kein einziges Wort von der Plattenfirma und auch von der Filmverleihfirma Paramount nichts Persönliches, sondern lediglich eine allgemeine Anzeige. Das ist schon schwach“, findet Faltermeyer. Auch wenn sich das Musikbusiness sehr verändert habe – eine gewisse Wertschätzung der künstlerischen Leistung sollte trotzdem gegeben sein. An frühere Grammy-Galas erinnert sich Faltermeyer, der in der Nähe von München lebt, indes gerne: „Wenn alle Nominierten vorgelesen werden und du bist mit dabei, dann könnte der Puls nicht höher sein. Gewinnt man dann noch, ist das kaum zu toppen“, sagt er.

Artikel 3 von 11