Washington – Fünfeinhalb Jahre nach einem Kirchenmassaker im US-Staat Texas mit 26 Toten hat sich die US-Regierung zur Zahlung von 144,5 Millionen Dollar an Betroffene bereit erklärt. Das Justizministerium stellte am Mittwoch eine Grundsatzvereinbarung im Umfang von umgerechnet 132 Millionen Euro mit mehr als 75 Klägern vor.
Mit dem Vergleich, der noch von einem Gericht abgesegnet werden muss, sollen laufende Zivilverfahren beigelegt werden. Die Kläger werfen der Regierung Nachlässigkeit vor, weil die US-Luftwaffe Vorstrafen des Täters nicht an ein Register der Bundespolizei FBI für Hintergrundüberprüfungen von Waffenkäufern geschickt hatte.
Der 26-jährige Ex-Soldat und Sicherheitsmann Devin Kelley hatte am 5. November 2017 das Feuer in einer Kirche in Sutherland Springs eröffnet. Er tötete 26 Menschen und verletzte 22 weitere, bevor er sich das Leben nahm.