Sekte hungert sich tot

von Redaktion

Nairobi: Schon mindestens 58 Opfer

Nairobi – Rund anderthalb Wochen nach der Entdeckung einer christlichen Hungersekte in einem Wald in Kenia werden immer tragischere Ausmaße des Kults bekannt. Die Polizei sprach gestern von mindestens 58 bekannten Todesopfern.

Die Behörden in Malindi hatten am 13. April einen Hinweis erhalten, dass Anhänger eines örtlichen Pastors sich in der Hoffnung, „Jesus zu treffen“, in dem Waldgebiet zu Tode hungerten. Am Tag darauf fand die Polizei 15 Menschen in einer abgelegenen Siedlung, von denen sechs in einem kritischen Zustand waren. Vier von ihnen starben nach Polizeiangaben bei den Rettungsmaßnahmen. Nach Hinweisen begann die Polizei, das Waldgebiet nach Gräbern zu durchkämmen. Nach Angaben des Innenministers wird das ganze mehr als drei Quadratkilometer große Waldgebiet als Tatort gesichert. Als Sektenführer wurde der freikirchliche Pastor Paul Mackenzie festgenommen.

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