Trient – Auch das zweite Dekret zum Abschuss der Bärin JJ4 in der norditalienischen Region Trentino-Südtirol ist juristisch einkassiert worden. Das Verwaltungsgericht von Trient entschied, dass die Anordnung zur Tötung des Tieres durch Regionalpräsident Maurizio Fugatti unwirksam sei. Fugatti hatte zuletzt zum zweiten Mal entschieden, die „Problembärin“ erschießen zu lassen, nachdem diese einen Jogger getötet hatte. Allerdings sah Fugattis Dekret ohnehin vor, mit der Tötung bis zum 11. Mai zu warten. Dann ist vor Gericht ein weiterer Termin anberaumt, bei dem über die Zukunft von JJ4 entschieden werden soll. Fugatti wollte das Tier schon kurz nach dem Angriff töten lassen. Dagegen aber klagten Tierschützer erfolgreich. Inzwischen wurde der Bär, der auch unter dem Namen Gaia bekannt ist, eingefangen und lebt derzeit in einem abgesperrten und bewachten Wildgehege im Trentino.