St. Johann – Im Fall des sechsjährigen Leon, der Ende August 2022 tot aus der Kitzbüheler Ache in St. Johann geborgen wurde, muss der Vater in Untersuchungshaft bleiben. Der 38-jährige Deutsche Florian A. ist dringend verdächtig, seinen Sohn getötet und eine Straftat vorgetäuscht zu haben.
Nach seiner Version war der Vater des geistig beeinträchtigten Kindes bei einem Spaziergang von einem Unbekannten mit einer Flasche niedergeschlagen und im bewusstlosen Zustand beraubt worden. Danach soll Leon aus dem Kinderwagen gestiegen und in die Ache gestürzt sein, was er aufgrund des Überfalls nicht bemerkt habe.
Für die Staatsanwaltschaft aber ist klar: A, hat seinen Sohn getötet, um ihn von seinem Leiden zu erlösen. Sie geht von einem „geradezu akribisch vorbereiteten Mord“ aus. Wie jetzt bekannt wurde, soll der Vater einen Monat vor der Tat im Internet zum Thema „ohnmächtig“ gegoogelt haben. Verteidiger Dr. Hubert Stanglechner weist diese Berichte gegenüber „Bild“ zurück: „Der Oberste Gerichtshof hat die Internet-Recherche zum Thema ,ohnmächtig‘ nicht näher bewertet. Dazu wurde mein Mandant noch nicht einmal befragt.“ Auch sei auf den Scherben der Flasche, mit der sein Mandant sich nach der Tat angeblich selbst verletzt habe, keine DNA des Verdächtigen festgestellt worden.