Neuer Verdacht im Fall Orlandi

von Redaktion

Rom – Im Fall der vor 40 Jahren verschwundenen Vatikanbürgerin Emanuela Orlandi wird eine alte Spur neu aufgerollt. Aus Vatikanakten aus den 80er-Jahren gehe hervor, dass der Onkel der damals 15-jährigen Emanuela deren ältere Schwester sexuell belästigt haben soll, berichtete der Fernsehsender La7. Dies habe dem Vatikan der vormalige Beichtvater der Familie Orlandi bestätigt, dem sich die ältere Schwester anvertraut habe. Zudem gibt es laut La7 ein Phantombild, das nach den Angaben eines Wachmanns und eines Polizisten gefertigt wurde, die Emanuela am Abend ihres Verschwindens mit einem Mann gesehen haben sollen. Das Phantombild dieses Mannes ähnele dem mittlerweile gestorbenen Onkel. Emanuelas Bruder, Pietro Orlandi, zeigte sich mehreren Presseberichten zufolge entrüstet. Ermittlungen gegen den Onkel vor 40 Jahren hätten nichts ergeben.

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