Braunschweig – Der Hirnforscher Martin Korte rät davon ab, mit ständigen und sofortigen Posts in den Sozialen Medien andere unmittelbar an den eigenen Urlaubserfahrungen teilhaben zu lassen. Für die Erholung in den Ferien sei es besser, die Erfahrungen erst einmal achtsam in sich aufzunehmen, sagte der Professor für Neurobiologie an der Technischen Universität Braunschweig dem Evangelischen Pressedienst: „Wenn ich den Urlaub unmittelbar an mich herankommen lassen und unmittelbar erleben will, muss ich mir klarmachen, dass ich ihn nicht durch einen Bildschirm hindurch erleben sollte.“ Wer die Akropolis oder das Kolosseum besichtige und als Erstes ein Selfie verschicke, verändere nicht nur die Wahrnehmung des Momentes, erläuterte Korte: „Es verändern sich sogar die Erinnerungen, weil man sich dann immer nur an das erinnert, was man auch gepostet hat.