Griechische Flammenhölle

von Redaktion

Neue Hitzewelle und starke Winde erschweren die Löscharbeiten

Athen – Den dritten Tag in Folge haben Feuerwehrleute in Griechenland gegen drei große Feuerfronten angekämpft. Für die Waldbrände westlich von Athen konnte die Feuerwehr keine Entwarnung geben, wie ein Sprecher am Mittwochmorgen sagte. In der Region seien seit Tagesanbruch fünf Löschflugzeuge und acht Löschhubschrauber im Einsatz.

Noch weiter westlich an einer weiteren Feuerfront nahe der Stadt Loutraki stiegen laut Feuerwehr vier Löschflieger und drei Hubschrauber auf. In der Region soll der Nordostwind im Laufe des Tages wieder stärker werden, was die Löscharbeiten enorm erschwert und die Brände neu anfachen könnte.

Auf der griechischen Ferieninsel Rhodos sind am Mittwoch wegen eines großen Waldbrands drei Dörfer und ein Hotel evakuiert worden. Wie die Feuerwehr mitteilte, handelte es sich um die Ortschaften Eleousa, Salakou und Dimilia sowie ein Hotel in unmittelbarer Nähe. Alle Orte befinden sich in der Inselmitte, wo seit Tagen ein großer Waldbrand tobt.

Auch bei Athen mussten dutzende Ortschaften evakuiert werden. Verstörte Menschen und Haustiere liefen durch die Straßen der Ortschaft Nea Zoi rund 20 Kilometer östlich von Athen, wie das staatliche Fernsehen zeigte. Auch nahe der Ferienstadt Loutraki rund 80 Kilometer östlich von Athen tobten die Flammen. Zahlreiche Häuser brannten bis auf die Grundmauern nieder, wie das Fernsehen zeigte.

In Griechenland hat es seit einiger Zeit nicht geregnet. Am vergangenen Wochenende verstärkte eine mehrtägige Hitzewelle die Trockenheit zusätzlich. Meteorologen warnten, dass in den nächsten Tagen eine neue Hitzewelle mit Temperaturen bis 44 Grad den Südosten Europas erreichen werde. Anschließend sollen wieder starke Winde einsetzen, die neue Brände anfachen könnten, teilte das Wetteramt in Athen mit. „Das Schlimmste steht uns noch bevor“, warnte ein Meteorologe.

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