Venedig – Dramatisches Unglück in der Nähe von Venedig: Mindestens 20 Menschen sind am Dienstag beim Absturz eines Reisebusses von einer Überführung in Norditalien gestorben. Diese Zahl nannte der Bürgermeister der Stadt, Luigi Brugnaro, laut der italienischen Zeitung „la Repubblica“ am späten Dienstagabend. Laut Medienberichten wurden 20 bis 40 Personen verletzt, darunter Kinder. Es gab eine unklare Anzahl an Vermissten.
Ein Bus mit dutzenden Personen an Bord, offenbar auch Touristen, war von einer Hochstraße abgekommen. Er stürzte auf die neben der Straße verlaufenden Bahngleise, berichteten örtliche Medien. Mehrere Krankenwagen rasten zum Unfallort.
Die Bahnlinie zwischen Mestre und Venedig wurde unterbrochen. Berichten zufolge fing der Bus, der mit Erdgas betrieben wurde, unmittelbar nach dem Aufprall Feuer. Der Feuerwehr gelang es am späten Abend, das Feuer an der Vempa-Unterführung zu löschen. Die lokale Gesundheitseinheit von Venedig hat das Protokoll für „schwere Notfälle“ aktiviert, das die Bereitstellung aller Notaufnahmen der Krankenhäuser vorsieht, berichtet die Agentur apa. Es handelt sich laut Berichten um einen Bus des Transportunternehmens La Linea, der zehn Meter in die Tiefe stürzte. Bilder und Videos des Unglücks, die am Abend veröffentlicht wurden, legen eine hohe Opferzahl nahe. Der Bus brannte weitgehend aus.
„Eine schreckliche Tragödie hat heute Abend unsere Gemeinschaft getroffen. Ich habe sofort einen Trauertag zum Gedenken an die vielen Opfer angeordnet, die in dem verunglückten Bus waren. Wir haben eine apokalyptische Szene erlebt, es gibt keine Worte“, schrieb Bürgermeister Brugnaro erschüttert auf Twitter.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Vizepremier Antonio Tajani drückten den Opfern und ihren Familien am Abend ihr Beileid aus. mm