Berlin – Menschen über 75 Jahren verursachen als sogenannte Geisterfahrer laut aktuellen Forschungen besonders viele Unfälle. Sie waren bei über 40 Prozent solcher Unfälle die Verursacher, wie ein Forschungsprojekt der Unfallforschung der Versicherer (UDV) zeigt. Das berichtete die Verti Versicherung am Mittwoch in Berlin. In den meisten Fällen waren die betagten Unfallverursacher, die in die falsche Fahrtrichtung fuhren, zudem demenziell erkrankt oder verwirrt.
Bei jungen Verursachern war demnach mehrheitlich eine suizidale Absicht oder eine Flucht vor der Polizei der Grund für die Falschfahrt. Allerdings nahm die Gruppe der unter 24-jährigen Fahrer mit rund neun Prozent die kleinste Gruppe unter den Geisterfahrern ein. Rund die Hälfte der Falschfahrten war laut der Studie nach spätestens zwei Kilometern beendet.